Warum ist es für Unternehmen so wichtig, eine Data Governance zu erarbeiten?

 

Data Governance wird häufig als reines Regelwerk verstanden; in der Praxis geht es jedoch um deutlich mehr, denn eine wirksame Data Governance schafft Klarheit darüber, wer für Daten verantwortlich ist, nach welchen Regeln sie genutzt werden, welche Qualitätsanforderungen gelten und wie Transparenz, Sicherheit und Compliance sichergestellt werden. 

Zudem ist es wichtig zu verstehen, dass Data Governance kein reines IT-Thema ist. In den Fachbereichen entstehen Daten, dort verändern sie sich und werden genutzt. Deshalb muss Data Governance die Zusammenarbeit zwischen Business, IT, Data Teams, Security und Compliance sinnvoll strukturieren.  

Eine gute Data Governance beantwortet daher unter anderem folgende Fragen:

  • Wer trägt Verantwortung für bestimmte Daten?
  • Welche Daten sind geschäftskritisch?
  • Wie wird Datenqualität gemessen und verbessert?
  • Wer darf welche Daten nutzen?
  • Wie werden Daten dokumentiert und auffindbar gemacht?
  • Wie werden Datenprodukte oder Use Cases gesteuert?
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Die Data Governance schafft damit die Grundlage für einen strukturierten Umgang mit Daten, denn ohne klare Regeln, Verantwortlichkeiten und Prozesse entstehen Datensilos, inkonsistente Daten und unklare Zuständigkeiten.

Die Folge: Datenprojekte skalieren schwer, Entscheidungen werden auf unsicherer Basis getroffen und Potenziale bleiben ungenutzt.

Eine funktionierende Data Governance sorgt dagegen für Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT. Sie ist damit die Voraussetzung für datengetriebene Entscheidungen und erfolgreiche Dateninitiativen.

Bestandteile einer
Data Governance

 
Data Governance

Eine wirksame Data Governance umfasst mehrere zentrale Bausteine. Dazu gehören die Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten, klare Prozesse für den Umgang mit Daten, Regelungen für Datenqualität, Zugriff und Sicherheit sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen.

Ebenso wichtig ist die organisatorische Einbettung. Data Governance ist nicht nur ein Thema der IT, sondern betrifft das gesamte Unternehmen. Fachbereiche übernehmen Verantwortung für ihre Daten und arbeiten eng mit zentralen Funktionen zusammen.

So wird Data Governance in Unternehmen aufgebaut

 

Der Aufbau einer Data Governance beginnt nicht mit einem umfassenden Zielbild, sondern mit einer klaren Bestandsaufnahme.

Unternehmen sollten zunächst verstehen, welche Strukturen, Initiativen und Verantwortlichkeiten bereits existieren. Darauf aufbauend lassen sich dann die größten Lücken identifizieren und priorisieren.

Ein bewährter Ansatz ist es zudem, Governance entlang von Datenprodukten oder Use Cases zu entwickeln. Dadurch wird sichtbar, wo Rollen tatsächlich gebraucht werden, welche Prozesse notwendig sind und welche Regeln zu viel Komplexität erzeugen. Gleichzeitig entsteht so ein iteratives Vorgehen, wodurch Governance nicht einmal definiert wird, sondern schrittweise geschärft wird, während neue Anforderungen entstehen.

Wichtig ist, nicht alles gleichzeitig zu lösen: Erfolgreiche Data Governance entsteht schrittweise, entlang konkreter Anwendungsfälle und mit einem klaren Fokus auf Umsetzbarkeit.

 

SO KOMMEN SIE INS HANDELN

 

WORKSHOP

Data Governance pragmatisch aufbauen
 

Data Governance bleibt oft ein offenes Thema, weil unklar ist, wo man anfangen soll. In unserem Data Governance Workshop schaffen wir deshalb 

  • Klarheit über Ihren Status quo

  • und zeigen Ihnen, wie Sie pragmatisch in die Umsetzung kommen. 

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Wo stehen Sie aktuell beim Thema Data Governance?

 "Ich sehe in vielen Projekten, dass Unternehmen an ganz unterschiedlichen Punkten stehen. Genau deshalb ist mir wichtig, Ihre individuelle Situation zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die in Ihrem Umfeld funktionieren."

Stephan Schlicker
Head of Data Strategy

 

Darum scheitern viele Data Governance Initiativen

 

Viele Unternehmen scheitern nicht erst an der Umsetzung von Data Governance, sondern bereits daran, überhaupt eine klare Governance zu formulieren.

Häufig existieren zwar einzelne Regeln, Tools oder Initiativen, aber kein gemeinsames Verständnis davon, wie mit Daten im Unternehmen umgegangen werden soll. Verantwortlichkeiten sind implizit verteilt, Prozesse entstehen situativ und werden nicht konsistent angewendet. Eine zentrale Dokumentation oder ein abgestimmtes Zielbild fehlt oft vollständig.

Wenn Governance doch formalisiert wird, verschiebt sich das Problem häufig auf die nächste Ebene. Es entstehen umfangreiche Konzepte mit Rollen, Prozessen und Richtlinien, die in sich schlüssig sind, aber nicht zur tatsächlichen Arbeitsweise der Organisation passen. Fachbereiche sehen keinen direkten Mehrwert, die IT übernimmt zu viel Verantwortung und die Data Governance wird als zusätzlicher Aufwand wahrgenommen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der fehlende Bezug zu konkreten Anwendungsfällen. In vielen Unternehmen wird die Governance häufig isoliert entwickelt, losgelöst von den Datenprodukten oder Use Cases, die eigentlich gesteuert werden sollen. Dadurch bleibt unklar, wo Governance tatsächlich greift und wo sie bewusst schlank bleiben sollte.

Der entscheidende Unterschied liegt deshalb nicht in der Vollständigkeit der Governance, sondern in ihrer Anschlussfähigkeit.

Governance muss so gestaltet sein, dass sie bestehende Prozesse ergänzt, Verantwortlichkeiten sichtbar macht und in konkreten Entscheidungen wirksam wird.

 

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Der Mehrwert einer Data Governance

 

Data Governance schafft vor allem eines: Verlässlichkeit im Umgang mit Daten. Sie sorgt dafür, dass Daten nicht nur vorhanden sind, sondern verstanden, verantwortet und sinnvoll genutzt werden können. Der konkrete Mehrwert entsteht dabei nicht durch ein Regelwerk allein, sondern durch klare Entscheidungen im Alltag.

01

Verantwortlichkeiten sind eindeutig klärbar

02

Datenqualität wird systematisch verbessert

03

Auffindbarkeit von Daten wird schneller

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Datensilos und widersprüchliche Reports werden reduziert

05

Abstimmungen zw. Fachbereichen und IT werden vereinfacht

06

Datenprodukte, Reporting und Analytics werden skalierbar

 

07

Vertrauen in datenbasierte Entscheidungen wird gestärkt

Der entscheidende Punkt ist, dass Data Governance Reibung reduziert. Sie schafft einen Rahmen, in dem Daten nicht jedes Mal neu erklärt, gesucht oder diskutiert werden müssen. Dadurch werden Dateninitiativen effizienter, Entscheidungen belastbarer und die Zusammenarbeit im Unternehmen deutlich strukturierter. 

 

Data Governance als Grundlage für AI Governance

 

AI Governance kann nur funktionieren, wenn die Datenbasis verstanden und steuerbar ist.

AI Governance kann nur funktionieren, wenn die Datenbasis verstanden und steuerbar ist, denn KI-Systeme entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie nutzen Daten, lernen aus Daten, treffen Entscheidungen auf Basis von Daten und verändern ihre Wirkung im Betrieb abhängig davon, welche Daten sie verarbeiten. 

Wenn Herkunft, Qualität, Bedeutung und Verantwortung dieser Daten nicht geklärt sind, fehlen zentrale Voraussetzungen für eine wirksame AI Governance. Dann ist schwer nachvollziehbar, warum ein Modell zu bestimmten Ergebnissen kommt, wo Risiken entstehen oder wer im Zweifel Verantwortung trägt.

Data Governance schafft dafür die notwendige Grundlage. Sie beantwortet die Frage, ob ein Unternehmen seinen Daten vertrauen kann.
AI Governance geht einen Schritt weiter und beantwortet die Frage, ob ein Unternehmen den Entscheidungen seiner KI-Systeme vertrauen kann.

 

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Spannende Ressourcen
zum Thema Data Governance

 
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    LEITFADEN

    Von Data Governance zu AI Governance

    Viele Unternehmen starten mit KI, bevor die notwendigen Grundlagen sauber geregelt sind. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Data Governance gezielt in Richtung AI Governance weiterentwickeln und welche 6 Aspekte dabei entscheidend sind.

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    PODCAST

    Jeder braucht AI Governance

    n dieser Folge sprechen Andreas und Christian Bühler darüber, warum AI Governance für Unternehmen jetzt unverzichtbar wird. Es geht um den Unterschied zwischen Data Governance und AI Governance, Schatten-KI, klare Rollen, Human in the Loop, Fehlerkultur und die Frage, wie Unternehmen aus einzelnen KI-Experimenten skalierbare und vertrauenswürdige KI-Lösungen machen.

  • Five1-Webinar-Featurebild-2025-data-governance-datenkataloge-Aufzeichnung-1

    WEBINAR

    Data Governance & Datenkataloge

    In diesem Webinar zeigen wir praxisnah, wie ein Data-Governance-Regelwerk die Grundlage für verlässliche Datennutzung schafft und wie Datenkataloge in der Praxis unterstützen.

FAQ
Data Governance

 

Damit aus Daten ein verlässlicher Forecast wird, braucht es mehr als eine Standardlösung. Wir setzen daher auf ein klares, nachvollziehbares Vorgehen und entwickeln Modelle, die genau auf Ihren Use Case, Ihre Daten und Ihre fachlichen Anforderungen zugeschnitten sind. So entsteht eine Lösung, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Alltag belastbar ist.

 

Data Governance beschreibt den organisatorischen Rahmen für den Umgang mit Daten. Sie legt fest, wer für Daten verantwortlich ist, welche Regeln für Nutzung und Qualität gelten und wie Daten sicher, nachvollziehbar und verlässlich eingesetzt werden können. 

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